Brustschmerzen in den Wechseljahren
Brustschmerzen werden ja bekanntlich durch hormonelle Veränderungen begünstigt. So haben wir erfahren, dass Östrogene zu Wassereinlagerungen und zu Spannungsschmerzen führen. Fehlendes Gelbkörperhormon führt ebenfalls zu Schmerzen in der Brust. Vor allem in der Schwangerschaft aber auch in Zeiten der Lebensumstellung kommt es daher zu Brustschmerzen. Auch während der Wechseljahre kämpfen die Frauen daher wieder mit veränderten Hormonhaushalten. Der Progesteronspiegel sinkt in den Wechseljahren deutlich ab. Zum Ende der Menopause wird die Produktion von Progesteron ganz eingestellt. Die Folgen sind absehbar: Östrogen wird zum dominierenden Hormon, was wiederrum zu starken Wassereinlagerungen im Gewebe führt. Da das Progesteron beinahe fehlt, vermehrt sich der Effekt der Wassereinlagerung noch, denn normalerweise wirkt Progesteron einer Wasseransammlung im Gewebe entgegen. Die Frau hat vermehrt Brustschmerzen und dieser kann mitunter sehr unangenehm werden. Da der Körper der Frau während der Wechseljahre seine biologische Funktion des Kinderkriegens verliert, bildet sich auch die Brust um und so entstehen manchmal gutartige Zysten in der Brust, welche wiederrum zu Schmerzen führen.
Damit der Schmerz nicht zu stark wird, ist manchmal eine örtliche Hormonbehandlung mit Progesteron sinnvoll, in Form von Cremes oder Gels. Da der Progesterongehalt sehr gering ist, geht das Hormon auch nicht in den Stoffwechsel über und verändert somit auch nicht die hormonelle Zusammensetzung. Auch viele Heilmittel, wie z.B. Mönchspfeffer, wirken den Brustschmerzen entgegen.